| 24. Juni 2009 | ||
| 19:00 |
Schiller zufolge sollte man, um ganz Mensch zu sein, sein Leben wie ein Spiel angehen. Einem Leben, in dem das spielerische Element zu kurz kam, begegnete René Arnold in der Papiermülltonne im Hof seiner Wohnung. Dort lag der Nachlass seines früheren Nachbarn Harry L. Weil es Arnold grob vorkam, diese Hinterlassenschaften von der Müllabfuhr holen zu lassen, nahm er seinen Fund aus der Tonne und sichtete ihn.Photos, Papiere und Bücher erzählten aus einer Biographie, die in einer immer gleichen, unspektakulären Schleife verlief.
Mit „Harry L. – Eine Auflösung“ bringt René Arnold posthum Verspieltheit in Harry L.s Leben. Eine Schauspielerin, eine Pianistin, Balletteleven und pirouettendrehende Hunde unterstützen ihn dabei. Sie entdecken unbekannten Facetten, und setzen mit Hinzugedichtetem und Zwischenspielen dem Grundthema von Harry L.s Leben Variationen entgegen.
Nur der tote Protagonist will nicht mitspielen: Ob Hunde abrichten, Ballettübungen machen oder Etüden proben – für den Frührentner ist das alles Dressur. Wieso nicht die Hunde sich balgen lassen, die Kinder auf die Wiese zum Spielen schicken und sich selbst einen Stuhl auf den Balkon rücken. Kann man nicht auch mit hochgelegten Füßen ganz Mensch sein?
zeitraumexit
24.06. (Premiere), 25.06. & 26.06.2009, 19:00 Uhr, 1 Stunde, keine Pause
Inszenierung: René Arnold
Ausstattung: Peter Sommerer
Licht: Tilo Schwarz
Künstlerische Beratung: Elke Schmid
Mit: Susanne Plassmann (Schauspiel). Andrea Marie Baiocchi (Klavier). Zwischenspiele: Hundeschule “Hunde-Nachhilfe” Mannheim. Lisa-Marie Bauer und Sascha Korn vom TSC Saltatio Neustadt. Dance Point Ludwigshafen unter der Leitung von Daniela Bättgen und andere.
Produktionsleitung: Yvonne Struck
Regieassistenz: Annika Potz