SCHWINDELFREI 3 im November 2012

Ich – Schiller 2009 – Heimat gesucht

Foto: Nina Urban

Schiller kam auf der Suche nach einer künstlerischen Heimat in Mannheim an. Wir sind zugereiste Künstler und begeben uns 2009 auf die Suche nach dem Moment zwischen hoffnungsvollem Kommen und suchendem Bleiben oder enttäuschtem Gehen. Eine Suche durch Bewegung, Wort, Foto, Film an potentiell unentdeckten Kunstheimatorten und in Schillertexten.Uns interessiert der Außenblick auf die zukünftige Kulturhauptstadt Mannheim. Der andere Fokus liegt auf der Innenansicht des jungen Schiller konfrontiert mit Bürokratie und Geldnot und dem Bedürfnis nur noch für die Kunst und von der Kunst leben zu wollen. (weiterlesen …)

Elisabeth Tudor – Homo Ludens – eine Rehabilitation?!

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„Der Tag ist gekommen,

Es öffnet sich der Schacht, der in den Abgrund führt und Rauch steigt auf.

Aus dem Rauch kommen Heuschrecken über die Erde.

Wehe! Wehe! Wehe den Bewohnern der Erde!”

„Was ist der Mensch? Was ist das Glück der Erde?

Elisabeth, die Antagonistin Maria Stuarts, ist am Tag des Jüngsten Gerichts aufgerufen sich mit ihrem Lebenswerk auseinanderzusetzen, sich zu verantworten. (weiterlesen …)

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Jugendliche und Bewohner des Jungbusch stellen in szenischer Form eine Verbindung her zwischen ihrer heutigen Lebenswelt und den klassischen Schiller’schen Themen wie Recht und Ungerechtigkeit, Freiheit und Gefangensein, Widerspruch zwischen Idealen und Wirklichkeit, Anmut und Würde, Vernunft und Unvernunft. Gespielt wird open-air auf den Straßen und Plätzen des Stadtteils. So werden Originalschauplätze des Jungbusch zu theatralen Handlungsräumen. Die Grenzen zwischen Darstellung und Wirklichkeit werden aufgelöst. Es werden Brücken geschlagen zwischen gestern und heute, Klassik und Moderne, deutsch und nicht-deutsch, Schein und Realität.

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Die Form vertilgt den Stoff

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Nicht alles zu wissen ist Schillers Forderung sondern „wage zu wissen!“. Wissen wird so zum Risiko, dem sich der Mensch stellt. Er kann es so nicht sammeln, er muss sich ihm aussetzen. Wenn der Schauspieler sich dem Text des Dichters ausliefert, ihn in sich aufnimmt, ihn nach Schiller „vertilgt“, setzt er sich einer Lebens- und Handlungsweise aus, die ihm zuvor fremd, womöglich sogar verachtenswert war.

Die Art und Weise, wie dies zu leisten ist, hat Schauspieler und Schauspiellehrer, Regisseure und Dramatiker seit den Ursprungszeiten des Theaters beschäftigt. Wie wird etwas wirklich, das als Text nur Fiktion ist? Wie wird es wahrhaftig und bleibt nicht bloß leere Behauptung? (weiterlesen …)

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